Frage zur Verwendung des Makroobjektivs

Objektive / Blitze / Filter / Energieversorgung usw.

Moderator: ft-team

Antworten
Harmonie
postet ab und zu
Beiträge: 58
Registriert: Do Sep 06, 2012 2:29 pm
Wohnort: Hess.Oldendorf
Kontaktdaten:

Frage zur Verwendung des Makroobjektivs

Beitrag von Harmonie » Sa Nov 17, 2012 1:47 pm

Hallo zusammen,

ich habe jetzt mein Makro bekommen:
Canon EF 100mm 2,8 L IS USM Macro Objektiv
Könnt ihr mir Tipps geben, was man beim Fotografieren mit diesem Objektiv beachten sollte? Habe schon einige Testfotos gemacht, bin aber mit der Schärfe nicht zufrieden. Wie wichtig ist dabei der Abstand zum Objekt?

Vielen Dank.

LG
Christine

Benutzeravatar
Cano
postet sehr sehr oft!
Beiträge: 4940
Registriert: So Feb 19, 2006 10:02 am
Wohnort: RHEINLAND-Pfalz
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Verwendung des Makroobjektivs

Beitrag von Cano » Sa Nov 17, 2012 1:55 pm

Harmonie hat geschrieben:Habe schon einige Testfotos gemacht, bin aber mit der Schärfe nicht zufrieden.
Makro-Objektive im Bereich um 100mm zeichnen in der Regel sehr scharf und relativ verzeichnungsfrei. Wenn Du mit der Schärfe nicht zufrieden bist, solltest Du zunächst mal Testaufnahmen mit Stativ machen. Bei freihändigen Aufnahmen im Makrobereich ist man ruckzuck aus dem Schärfebereich raus, weil die Schärfentiefe bei großem Abbildungsmaßstab sehr gering ist.

KaoTai

Beitrag von KaoTai » Sa Nov 17, 2012 7:10 pm

"Mit der Schärfe unzufrieden" ist leider etwas unspezifisch.

Das kann daran liegen, dass die Bilder verwackelt sind - dann lag es an der Belichtungszeit bzw. am Fehlen eines Stativs.

Das kann daran liegen, dass die Schärfentiefe zu gering ist, d.h. dass ein zu kleiner Teil des Bildes scharf wurde.
Dann lag es an einer nicht weit genug geschlossenen Blende.

Oder es kann daran liegen, dass der Autofokus auf die falsche Entfernung eingestellt hat.
Das kann z.B. daran liegen, dass Du nach dem Andrücken des Auslösers noch ein paar Zentimeter nach hinten oder vorne gegangen bist.

Wenn es an allen drei Dingen nicht liegt, dann wird es interessant, dann liegt es evtl. wirklich am Objektiv.

Harmonie
postet ab und zu
Beiträge: 58
Registriert: Do Sep 06, 2012 2:29 pm
Wohnort: Hess.Oldendorf
Kontaktdaten:

Beitrag von Harmonie » Sa Nov 17, 2012 7:27 pm

Herzlichen Dank für eure Tipps!
Ja, ich glaube es lag an der zu kleinen Blendenzahl und dem Stativ.
Habe heute noch ein paar Aufnahmen mit einem "Eigenbau"-Stativ gemacht und einer größeren Blendenzahl, sowie Fernauslöser....und siehe da, es wurde besser. Muß halt noch etwas üben.

LG
Christine

daimos
postet oft
Beiträge: 385
Registriert: Mi Nov 03, 2010 10:08 pm
Wohnort: Siegburg

Beitrag von daimos » So Nov 18, 2012 9:45 am

Moin,

wenn man wirklich Makro Aufnahmen machen will (also sehr nah am Motiv ist), dann ist ein Stativ schon fast Pflicht. Ein gutes Beispiel ist ein Geldschein, an dem man 20cm nach dran ist. Da macht beim Focus schon ein halber Zentimeter einen Riesenunterschied.

Die Goldrandlösung ist ein Makroschlitten, der auf einem Stativ ist, damit kann man dann die Kamera ganz genau einstellen.
Alle Verallgemeinerungen sind falsch!

Benutzeravatar
heribert stahl
postet sehr sehr oft!
Beiträge: 2947
Registriert: Mi Okt 24, 2007 4:29 pm
Wohnort: bei Köln
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Verwendung des Makroobjektivs

Beitrag von heribert stahl » So Nov 18, 2012 7:44 pm

Harmonie hat geschrieben:...
Könnt ihr mir Tipps geben, was man beim Fotografieren mit diesem Objektiv beachten sollte? ...
Stativ, Spiegelvorausloesung, exakte Fokussierung (manuell oder mit LiveView) Blende 11.
Besonderes Augenmerk ist zu richten auf: Wind, Vibrationen von Bruecken, Holzfußboeden, vorbeifahrende Straßenbahnen :shock:

Gruß
Heribert

viennesefoto
postet ab und zu
Beiträge: 46
Registriert: Do Jun 21, 2012 1:44 pm

Beitrag von viennesefoto » Do Jun 06, 2013 12:27 am

Makroaufnahmen sind nicht leicht, zumindest nicht am Anfang. Hatte das auch mit meinem Sigma 180mm vor allem weil das 5,6 ist ;) Ich dachte ich hätte genug Licht. So ein Wolkenhimmel ist eh so hell ;) Das bisschen Wind macht doch nichts. Tjaha, falsch gedacht, die Aufnahmen wurden alle nix. Also Stativ ausgepackt, Blende richtig eingestellt, richtigen Tag und Ort ausgewählt und dann wurden die Fotos HAMMER. Makroaufnahmen sind was richtig Tolles, wenns klappt ;)
Und ja, manuell einstellen, der AF is da eher störend. Probier dich anfangs an stillen Gegenständen, dann vtl Pflanzen/Blumen und dann erst zu den Insekten, ansonsten, wenn du noch nicht so geübt bist, ist das eher depremierend.
VIel Spaß mit deinem Objektiv!

Benutzeravatar
JimmYeos
postet ab und zu
Beiträge: 21
Registriert: Mi Aug 22, 2012 5:04 pm

Beitrag von JimmYeos » Di Jun 11, 2013 3:40 pm

Ich muss auch sagen, dass Makroaufnahmen wirklich Spaß machen. Ich habe allerdings auch meine Probleme damit.. Ich versuche es zwar immer mal wieder, aber ich denke, dass ich mir mal einen Kurs "antun" werde, weil es mich doch sehr interessiert. Ich leihe mir derzeit immer mal wieder ein 105er Makro von einem Kollegen aus und probiere damit das ein oder andere aus. Ich wünsch dir auf jeden Fall auch viel Spaß damit und allzeit gutes Licht :)

Antworten

Zurück zu „Objektive / Zubehör“