>> Eventfotografie in Berlin

wieder mal eine Anfängerfrage zu Objektive für Canon

Fragen und Antworten rund um Objektive für DSLR Digitalkameras.

Moderator: ft-team

Antworten
weserschiff
wenige Posts
Beiträge: 1
Registriert: Do Sep 07, 2017 9:20 pm

wieder mal eine Anfängerfrage zu Objektive für Canon

Beitrag von weserschiff » Do Sep 07, 2017 10:09 pm

Hallo zusammen,

ich bin neu, hier im Forum und im Bereich der Spiegelreflexkameras.

Vorab möchte ich einmal mitteilen das ich das Forum mehr als gelungen finde und allen Profis einmal Danke sagen möchte für die "einfachen" Erklärungen von euch.

Auf Anraten von einem Fotografen (die kleinste ist am Anfang mehr wie ausreichend und wenn Du eine hast machst Du ein Wochenendseminar zum Fotografieren mit) habe ich mir vor kurzem eine Canon EOS 1300d zugelegt....der Kurs folgt im Winter...

Als Objektive sind die KIT 18-55mm, Canon EF 75-300mm und die auch noch erworbene Sigma EX 10-20mm vorhanden.

Das Hauptthemengebiet der Fotografie sind Landschaften/Gebäude, Personen, Schiffe und Tiere...

Für mich stellt sich jetzt die Frage:
Brauche ich ein sogenanntes Reisezoom und wenn welches z.b. Tamron 18-270mm, Sigma 18-200mm o.ä.
Bin ich vielleicht besser aufgestellt mit einem Objektiv im "Zwischenbereich" z.B. 18-135mm.
Oder nur eine Festbrennweite.....oder vielleicht Fest- und Zoom....???

Generell habe ich kein Problem zwei Objektive mit zum Ausflug zu nehmen, auch kann ich mal mit einem Kompromiss leben. Bei den Aufnahmen Landschaft, Schiffe und Gebäude habe ich die Ausrüstung wieso immer vor Ort da ich dann von meinem Schiff fofografiere (ausser im Urlaub).

Preislich möchte ich gerne im Hobbybereich, Objektive bis 500€, bleiben....

Ich bin für jeden Tipp dankbar...

Gruß
Christian



kpaou
wenige Posts
Beiträge: 1
Registriert: Mo Okt 09, 2017 10:17 am

Re: wieder mal eine Anfängerfrage zu Objektive für Canon

Beitrag von kpaou » Mo Okt 09, 2017 10:31 am

Hi,

ich persönlich bin kein Fan von diesen extremen Brennweitenbereichen, da die schärfe je größer der Brennweitenbereich ist, stärker verloren geht. Ich habe mir am Anfang auch ein Sigma 70-300 f4,5-6,3 gekauft. Anfangs recht zufrieden, aber schnell gemerkt das mir die Schärfe fehlt. Ich ziehe wenn möglich immer Festbrennweiten vor. Der Nachteil an denen ist nur das man mehrere braucht um alle Bereiche abzudecken, was schnell auch kostspielig werden kann. Ich würde also eher zum 18-135 greifen und dazu die Festbrennweite 50mm 1.8, welches meiner Meinung ein Must Have ist da es eine super Qualität zum günstigen Preis bietet, wie ich in einem meiner Videos erzähle :) https://www.youtube.com/watch?v=Vi2DVASI1Us

LG
Kpaou

zpin05
postet oft
Beiträge: 217
Registriert: Di Jul 09, 2013 10:07 pm

Re: wieder mal eine Anfängerfrage zu Objektive für Canon

Beitrag von zpin05 » Mo Okt 09, 2017 3:28 pm

Die Bevorzugung von Festbrennweiten und/oder Zooms ist natürlich eine total subjektive Geschichte und vielleicht noch etwas situationsabhängig.

Unstrittig ist natürlich, dass i.d.R. Festbrennweiten Zoomobjektiven von der Abbildungsqualität überlegen sind. Die Frage ist allerdings, ob das Fotografierverhalten des Nutzers überhaupt die Unterschiede zutage treten lässt. Wenn man extrem großformatige Prints der Fotos erstellt oder sich bis auf Pixelebene in die Dateien einzoomt, wird sich der Unterschied oft sehr deutlich darstellen.
Doch wenn man ehrlich ist, so werden die allermeisten digital erzeugten Bilder einmal flüchtig angesehen und verschwinden dann auf irgendwelchen Speichermedien. Vielleicht guckt man sich noch die bestgelungenen im kleinen Kreise auf dem Monitor oder Fernseher (~Diaabend mit der Familie) an und das war's dann auch.
Und dann ist natürlich ein überhaupt nicht zu unterschätzender Faktor die perönlicfhe Bequemlichkeit bei der Ausübung des Hobbies. Was habe ich davon, eine 2000-Euro-Kamera mit einem Sack "endgeiler" Objektive zur Verfügung zu haben, wenn die dann letzten Endes doch nur zuhause bleiben und lieber die 150-Euro-Taschenknipse benutzt wird? Ich meine, da wird die Standard-DSLR mit dem oft abfällig bezeichneten "Suppenzoom" in aller Regel immer noch die besseren Ergebnisse zeitigen.
Auch darf man den Kostenfaktor keineswegs unterschätzen. Um den Brennweitenbereich eines Superzoomobjektives einigermaßen mit Festbrennweiten abzudecken, werden die veranschlagten € 500,00 nicht ansatzweise ausreichen.

Ich würde dem Threaderöffner, so er denn überhaupt noch mitliest, wirklich empfehlen, die bereits vorhandenen Scherben ausgiebig zu nutzen, um überhaupt mal in Erfahrung zu bringen, was sich denn tatsächlich als persönlich passender herausstellt. Mit den genannten Objektiven lässt sich schon richtig viel anfangen, so dass dem Fotospaß dadurch erstmal keine größeren Begrenzungen im Weg stehen.
Allenfalls würde ich noch Kpaous Vorschlag mit dem 18-135er zustimmen, um "untenrum" die Zahl der notwendigen Objektivwechsel und damit den Staubeintrag auf den Sensor zu verringern.
Das ebenfalls von Kpaou ans Herz gelegte 50er finde ich an den Crop-DSLRs wegen der Bildwirkung eines ~75mm Teles nicht unbedingt ideal, obwohl die ehemaligen Standardobjektive tatsächlich tolle Konstruktionen sind und gute Bilder (Freistellung!) machen. An der analogen SLR allerdings war das Ding als Lernobjektiv wirklich kaum zu toppen.
Ich habe in meinem Fundus ein 1,8/28er, das bei Crop 1,5 der Normalbrennweite schon recht nahe kommt und viel praktikabler ist, als das unbestritten gute 50er.

Mein Fazit:
Christian, geh das Thema Fotografie lieber langsam an, nutze das schon vorhandene Zeug und mach damit die ersten Erfahrungen. Das ist viel sinnvoller und kostengünstiger, als sich gleich einen ganzen Riesenpark an Objektiven anzuschaffen, um dann möglicherweise festzustellen, dass das Hobby dann doch nicht so toll für dich ist.

BG zpin

Benutzeravatar
fotoart
postet sehr sehr oft!
Beiträge: 1387
Registriert: Mo Aug 24, 2009 1:18 am

Re: wieder mal eine Anfängerfrage zu Objektive für Canon

Beitrag von fotoart » Fr Okt 13, 2017 1:05 pm

Wunderbar dargelegt, dem ist kaum etwas hinzuzufügen, außer, dass es auch die Variante gibt nostalgische Objektive
zu verwenden extra um einen Verfremdungseffekt per Glas zu ermöglichen. Dem experimentellen Freiraum um
bestimmte Bilddateien zu erzeugen ist kein Riegel vorgeschoben. Es geht letztendlich um das kreierte Bild und
weniger um die Quantität des Equipment. Es gibt viele Möglichkeiten das Licht zu leiten bevor es auf den Sensor trifft.

Antworten

Zurück zu „Objektive“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast