Macro-Objektiv aber welches?

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BGPhotography
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Macro-Objektiv aber welches?

Beitrag von BGPhotography » So Dez 09, 2012 12:43 pm

Hey Leute,
ich bin neu hier also erstmal kurz etwas zu mir:
David, 18jahre alt, komme aus der Nähe von Karlsruhe Hobbies: Fotografie, Musik, Freunde treffen.. Ich habe mir vor ca. 2 Jahren eine Canon EOS 550D mit einem 18-135mm Brennweite Objektiv gekauft. Seitdem hab ich mir immer mehr Equipment angeeignet wie z.b. Graufilter, Fish-Eye, UV-Filter u.s.w. Nun jetzt als nächstes möchte ich mir ein Makroobjektiv anlegen. In Sachen Makro kenne ich mich aber 0 aus. Ich habe schonmal bei Amazon geschaut was es denn so an Makroobjektiven für meine 550D gibt. Nur jetzt kommen die fragen. Passen alle Objektive für Canon auch auf meine EOS 550D ? oder gibt es da Unterschiede beim Bajonettverschluss (Durchmesser)? Dann heißt es ja immer z.b. 52mm, 58mm Filtergewinde u.s.w. Ich habe 67mm Filtergewinde. Heißt das dann nur dass ich keine Filter oder so mehr auf das Objektiv schrauben kann oder steht das für was anderes? Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir helfen könntet.
Was sind denn die besten Makroobjektive ?
Danke schonmal im Vorraus

KaoTai

Beitrag von KaoTai » So Dez 09, 2012 3:08 pm

Zum grundsätzlichen Verständnis:

Ein Objektiv hat hinten ein Bajonett und vorne ein Filtergewinde.

Hinten, wo es an deine Kamera passen muss, muss es für dich entweder Canon EF- oder EF-S-Bajonett haben.

Andere Canon-Bajonette (z.B. FD oder EF-M) wirst Du derzeit kaum finden, insofern passt wirklich fast alles.

Nikon-, Sony-, MFT-Objektive passen natürlich nicht.

Vorne hat das Objektiv ein Filtergewinde mit bestimmtem Durchmesser.
Das ist m.E. unkritisch, weil man in der Digitalfotografie eher selten Filter verwendet - das meiste kann man hinterher am Rechner bequemer und genauer nachbilden.

Aber ja: deine Filter müssen passenden Gewindedurchmesser haben, sonst kannst Du sie am neuen Objektiv nicht verwenden.
Allerdings gibt es für den Fall, dass der Filter größer ist als das Gewinde am Objektiv auch Gewinde-Adapter.
Damit kannst Du z.B. ein 67mm Polfilter an einem Objektiv mit 58mm Filtergewinde verwenden.

Oder meintest Du am Ende gar kein Makro-Objektiv sondern nur Makro-Vorsatzlinsen?

So etwas gibt es auch.
Die setzt man nicht unmittelbar ans Kamera-Gehäuse, sondern schraubt sie vorne - wie Filter - an das Objektiv, das Du schon hast.

Das ist die billigere, aber technisch schlechtere Alternative zu einem richtigen Makro-Objektiv.
Und diese Makro-Vorsatzlinsen müssen dann natürlich einen Durchmesser haben, der (mindestens) so groß ist, wie das Filtergewinde des Objektivs, vor das Du sie setzen willst.

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BGPhotography
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Beitrag von BGPhotography » So Dez 09, 2012 3:40 pm

ok danke für die sehr gute Erklärung ;)
ne ich meine dann schon ein richtiges Makroobjektiv
könntet ihr mir da eins empfehlen?

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Bullzeye
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Beitrag von Bullzeye » Mo Dez 10, 2012 12:27 pm

Folgendes dürfte in dieser Preisklasse wohl das Beste sein:

(Link wurde entfernt)

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Beitrag von heribert stahl » Di Dez 11, 2012 6:41 pm

Du kannst bei Makroobjektiven nicht wirklich was falsch machen. Die "schlechtesten" sind sehr gut und die besten hervorragend.
Viel entscheidender ist, was Du wie fotografieren willst. Abbildungsqualitaet und -maßstab ist bei allen vergleichbar. Unterschiede gibt es bei:
Lichtstaerke (aber nicht dramatisch)
Frontlinsendurchmesser
Maße und Gewichte
Autofokus oder nicht
Naheinstellgrenze und Brennweite (das ist das Entscheidenste)
Stabilisiert oder nicht (kann wichtig sein, bei Stativbenutzung natuerlich unwichtig)
Es gibt sie mit 35, 40, 50, 60, 70, 90, 100, 105, 150, 180 und 200mm Brennweite und davon haengt es auch ab, wie nahe du beim Abbildungsmaßstab von 1:1 an das Motiv heran musst/kannst. Das wiederum hat erheblichen Einfluss auf die Perspektive und den Hintergrund. Wenn Du z.B. Spinnen oder Garnelen im Glaskasten fotografieren willst, ist ein kurze Brennweite besser geeignet. Hast Du es auf Eidechsen oder das Innere von Loewenaugen abgesehen, solltest Du eine laengere Brennweite waehlen.

Gruß
Heribert

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