Keine Werbeeinblendungen für registrierte User.

  ❤ SPENDE für den Umbau unserer Community ❤



    🌹 Danke für Eure Unterstützung 🙏


Unterschiedliche Objektivgrößen

Fragen und Antworten rund um Objektive für DSLR Digitalkameras.

Moderator: ft-team

Antworten
vo5tr0
wenige Posts
Beiträge: 1
Registriert: Mi Jun 25, 2014 11:22 am

Unterschiedliche Objektivgrößen

Beitrag von vo5tr0 » Mi Jun 25, 2014 11:48 am

Hallo,

ich möchte mich schonmal im Voraus für meine Unwissenheit entschuldigen. Ich bin in dem Thema noch ein total er Anfänger :)

Meine Frage wäre was denn die Größe von Objektiven ausmacht? Beispielsweise ist bei einem Elektronikmarkt gerade die PANASONIC Lumix DMC-TZ 61 in der Werbung. Sie hat ein Objektiv mit einer Brennweite von 24 - 720 mm und einer Blende von 3,3 - 6,4.
Das Objektiv dieser Kamera ist ja wirklich klein. Wo besteht denn da jetzt der Unterschied zu einem sehr viel größeren 1000€ Objektiv mit 24-70mm und einer Blende von 4?
(Kleine Zwischenfrage: Ist die Lichtstärke bei der kleinsten Blende von 4 dann 1:4?)

Ich hoffe mich kann jemand erleuchten :)

Grüße

Julian

kdww
postet ab und zu
Beiträge: 18
Registriert: Fr Jun 27, 2014 6:26 pm

Beitrag von kdww » Sa Jun 28, 2014 2:57 pm

Hallo,
das ist nicht so schwer zu verstehen.

Abhängig von der Sensorgröße wirkt ein Objektiv bei gleicher Brennweite unterschiedlich. Da sich bei der Vielfalt der Sensorgrößen kein Mensch mehr einen Bezug zwischen Brennweite und Winkel merken kann, nutzt man das Kleinbildformat als Referenz:
Früher die Filmgröße 24x36mm, heute sind das die sogenanten Vollformat (Kleinbild) Kameras aus dem Profisegment.

Die von dir genannte Kamera hat einen Sensor, der etwa um den Faktor (Cropfaktor) 5,58 kleiner ist als ein Vollformatsensor.

Das Objektiv der Panasonic hat nach den technischen Daten eine tatsächliche Brennweite von 4,3-129mm, multipliziert mit den 5,58 ergeben sich die von dir gefundenen 24-720mm Brennweite, die sich auf das Vollformat bezieht.

Im Kleinbildformat ist 24mm ist ein Weitwinkel, die 720mm schon ein extremes Tele, das aus freier Hand auch mit dem tollsten Bildstabi nicht mehr wirklich verwackelungsfreie Aufnahmen zulässt, schon gleich garnicht, wenn man nur einen Montor hat und die Kamera einen halben Meter weg vom Körper halten muss.
Da die Brennweite nicht beliebig kurz werden kann, haben alle Kompaktobjektive im Weitwinkelbereich das Limit, das bei etwa 24-28mm liegt (das sind je nach Sensorgröße etwa 4mm echte Objektivbrennweite)

Zur Größe des Objektives:
Je größer der Sensor, desto größer muss der Durchmesser der Linse davor sein, damit der Bildkreis auch den Sensor ohne dunkle Ränder belichten kann. Wichtig ist hier natürlich die Diagonale des Sensors

Und je größer der Durchmesser einer Linse ist, desto aufwendiger ist es Bildfehler zu korrigieren, es sind teilweise sehr teure Spezialgläser verbaut, da die Schärfentiefe (also der Bereich vor und hinter dem Fokuspunkt) bei den langen Brennweiten sehr klein sind, fallen Randunschärfen extrem auf.

Bei den kurzen Brennweiten der Kompakten ist die Schärfetiefe deutlich größer, einen Fokusfehler wird man meist nicht merken, da der im großen Schärfentiefenbereich untergeht.


Die Zwischenfrage ist mit Ja zu beantworten.

Ich hoffe, ich habe dich nicht verwirrt.
Schau mal hier:
http://rofrisch.wordpress.com/anfangerkurs/

Gruß

Wolfgang

KaoTai

Beitrag von KaoTai » Sa Jun 28, 2014 3:13 pm

kdww hat geschrieben:...
Stimmt.

Antworten

Zurück zu „Objektive“