Sigma-Kamera als philosophische Eigenart

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Gast

Sigma-Kamera als philosophische Eigenart

Beitrag von Gast » So Mai 18, 2008 7:34 pm

Hallo,

damit hier im Sigma-Forum mal wieder etwas geschrieben wird und alle Nicht-Sigma-Benutzer einen Kommentar abgeben können stimme ich ein Hohelied auf diese Sigma-DSLR an.
Der Wert dieser Kamera liegt in der Eigenart, sowohl was Bedienung und den Sensor angeht als auch in der Seltenheit und vor allem in der Philosophie des Fotografen. Technisch sind die Bilder einwandfrei, auch die Größe ist kein Problem, in der Ausstellung sind Bilder verkauft mit einem Format von 70x100 cm, die Bedienung ist nicht leicht aber mit Handwerk und Intuition zu Lösen und somit gibt es nur einen einzigen Wermutstropfen wenn man ein dünnes Fell hat, das sind die kräftigen Unkenrufe der Hobbyleute die auf massenwirksame Standartmarke setzen und natürlich der Leute für die das Equipment eine fünfstellige Summe kosten muss damit es "Qualität" hat.
Als künstlerischer Fotograf spielt das alles keine Rolle, Hauptsache die Begabung stimmt mit dem fotografischen Blick und das Werkzeug ist ausgefallen, schräg, ungewöhnlich, individuell und weit ab vom Mainstream, dann stellt sich der Erfolg in der Ausstellung mit Bilden aus der Sigma Kamera ein, das Publikum ist zufrieden und der Sinn der künstlerisch/fotografischen Arbeit mit dieser Kamera hat sich erfüllt.

gruß beuys

Werner_B.
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Re: Sigma-Kamera als philosophische Eigenart

Beitrag von Werner_B. » So Mai 18, 2008 8:57 pm

:shock:
Zuletzt geändert von Werner_B. am Mo Mär 26, 2012 11:27 pm, insgesamt 1-mal geändert.
"Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld, und der Meister sorgt sich ums Licht."
(Georg IR B.)

Gast

Beitrag von Gast » So Mai 18, 2008 9:35 pm

Ich hab genug Sigma Geraffel um zu wissen, dass die Sachen bauen können, die Ihren Preis wert sind (Die SA9 war schon ein tolles Teil, als ich die auf einer Photokina mal in den Fingern hatte).

Allerdings sehe ich ich die Kamera als Werkzeug zum Bilder machen an und mir wäre es neu, das im Heimwerkerforum der philosophische Aspekt eines Bosch Bohrhammers gegenüber dem eines Hilti oder Black&Decker so anders wäre, das man diesen Diskutieren müsste.

Gast

Beitrag von Gast » So Mai 18, 2008 9:50 pm

Ich beurteile die Kamera nach den Möglichkeiten, die sie mir und meinen Ideen bietet.
Ich sehe Philosophie in deinen Bildern, beuys - aber nicht im Schriftzug deiner Kamera.
Egal welchen Hersteller man wählt, man kann für jeden von ihnen eine Leidenschaft entwickeln, Stichwort fanboys.
Und man kann es sein lassen.

Philosophie in der Fotografie? Ja! Manueller Fokus, M-Modus, das geht mit meinen Optiken nicht anders - an einer DSLR.
Egal welchen philosophischen Wert ich durch Sigma bekommen würde: dieser Hersteller ist einfach die letzte Wahl für meine Fotografie, so entscheide ich.
Hoffentlich triffst du deine Entscheidungen auch so, ansonsten schränkst du dich zu sehr ein.

Gast

Beitrag von Gast » Mo Mai 19, 2008 1:47 am

...es sind die Bilder in denen Philosophie steckt, zumindest wenn sie eine Seele haben und Leben in ihnen ist. Genau so wie man eine Philosophie auf das menschliche Dasein formulieren kann, auf das Leben.
Die Philosophie der Sigma als Werkzeug zum Aufnehmen von Bildern ist eben die seltene und außergewöhnliche Eigenart, das Seltsame. Genau richtig um Bilder damit zu Kreieren und die Welt mit anderen Augen zu Sehen.

@DPS, Du verwechselst da etwas, mit Werkzeug in der Kunst, in der schöpferisch/kreativen Arbeit ist nicht der Bosch Bohrhammer gemeint, mit ihm kann man nur grob arbeiten, sondern die feinen Werkzeuge der Malerei, Bildhauerei und Fotografie.

Die Sigma ist ein ganz feines Werkzeug wenn mein Auge durchschaut und Bilder aus der Umwelt aufnimmt, allerdings kann das jede andere Kamera auch sein bis hin zur Agfa Box.
Eine Nikon oder Canon verteidigen gegenüber der Masse an Fotografierenden ist einfach langweilig und sinnlos, es ist die Masse.
Mit der Sigma wird man zwar von einigen angepöbelt aber dafür spürt man dann welche individuelle Eigenart dahintersteckt und das inspiriert wunderbar zu hervorragenden Fotosession...

gruß beuys

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Beitrag von WolfgangS » Mo Mai 19, 2008 9:15 am

Für mich ist eine Kamera keine Philosopie, sonmdern ein Werkzeug, das funktionieren muss und gute Ergebmisse liefern; mit dem ich meine Vorstellungen umsetzungen kann.
Und dazu brauch ich keine Philosophie

Gast

Beitrag von Gast » Mo Mai 19, 2008 3:34 pm

beuys hat geschrieben: Mit der Sigma wird man zwar von einigen angepöbelt
Ich glaube Dir einfach nicht, dass Du wegen Deiner SIGMA angepöbelt wurdest. Das muss definitiv andere Gründe haben.

Ist es wirklich so wichtig für Dich, welche Kamera welches Foto macht? Wie einige Vorredner schon geschrieben haben, das ENTSCHEIDENDE ist das Foto und der Fotograf.

Grüße,
Sandwurm

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Beitrag von WolfgangS » Mo Mai 19, 2008 6:24 pm

beuys hat geschrieben: Mit der Sigma wird man zwar von einigen angepöbelt
Mit eine Canon wird man auch von gewissen Leuten angepöbelt

Gast

Beitrag von Gast » So Mai 25, 2008 2:45 pm

WolfgangS hat geschrieben:Und dazu brauch ich keine Philosophie
Da bist Du ein sehr armer und bedauernswürdiger Mensch wenn Du Dein Dasein mit der Kamera als Werkzeug ohne Philosophie lebst. Du kannst ja die Welt nur schematisch, formell und sachlich begreifen. Warum nicht.
Ich will mehr wahrnehmen können als der Mainstream vorgibt und dafür ist die Sigma geeignet, will mit ihr Spinnen, genauso wie mit einer Analogen.
Hat Rainer Langhans in einer Fernsehsendung geantwortet auf die frage was er macht:"Ich spinne."
Philosophieren mit der Kamera bei der Aufnahme so, dass Bilder rauskommen die Sinn machen im Leben, das gibt Erfüllung. Dafür lohnt ein angepöbelt werden warum auch immer.
Im Gästebuch in der Ausstellung steht: "Deine Bilder sind Nett aber keine Kunst." Tja, das Urteil des Publikums gilt, da muss ich in mich gehen und es besser machen.

gruß beuys

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Beitrag von WolfgangS » So Mai 25, 2008 6:35 pm

Darfst mmch gerne bedauern.
Und während Du philosophierst fotografiere ich.

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Beitrag von fibbo » So Mai 25, 2008 6:43 pm

beuys hat geschrieben:...da muss ich in mich gehen und es besser machen.

der erste Schritt wäre dabei, wieder kontruktiv zu schreiben anstatt arrogant abwertend. Arroganz kann man sich nur leisten wenn man allgemein oder zumindest in der Fachwelt geachtet wird, bringt aber keinen Menschen künstlerisch weiter... Das ist was für Leute die es wie der echte Beuys geschafft haben und die Arroganz gezielt als Notwehr gegen boswillige Kritiker und andere lästige Individuen gebrauchen.

fibbo

Gast

Beitrag von Gast » So Mai 25, 2008 7:06 pm

...der immer Belehrende, es ist so niedlich.
Im Moment habe ich es real geschafft, präsentiere der Stadt meine Arbeiten und habe die Hälfte verkauft, da ist Arroganz noch eine sehr bescheidene Eigenschaft, hätte ein Recht auf Größenwahn rein theoretisch so erfolgreich fühlt es sich an. Das hat in der virtuellen Welt jedoch keine Bedeutung, da ist derjenige ganz doll am Drücker der die meiste Zeit am Rechner sitzt und schreibt, egal was.
Sehe zwischen Joseph Beuys und mir nur den Unterschied, dass ich wahrscheinlich noch viele Jahre zu Leben habe in der Gegenwart und kein Lehrer werden möchte und er schon lange Tod ist und Kunstdozent war.
Ansonsten lässt mich Berühmtheit ziemlich kalt, will mein Leben leben und das sieht wie bei Andreas Gursky z.B. nicht vor, ständig um die ganze Welt zu fliegen und Ausstellungen eröffnen, sondern vor Ort innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden bei der kreativen Arbeit und einen individuellen Weg zu gehen. Das lässt sich mit einer Sigma bei der digitalen Fotografie hervorragend bewerkstelligen.

gruß beuys

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Beitrag von fibbo » So Mai 25, 2008 7:28 pm

beuys hat geschrieben:......hätte ein Recht auf Größenwahn rein theoretisch so erfolgreich fühlt es sich an.

Du armes Stück Brot... Ich war schon mit 18 in über 30 Ländern bis nach Australien und ans Ende der Welt in Südamerika... später mit einem bekannten deutschen Star weltweit unterwegs... In meinen Tonstudios wurden vor 13 Jahren mehrere Top-Ten-Nummern im Dancefloor-Bereich gemacht, genauso wie die meditativen "Urtöne", Pogo, Regae, Hard-Rock, Death-Metal, die damalige Chaka Khan Band, und experimenteller Jazz mit den besten Musikern Deutschlands... und das Ganze auch jahrelang Live.
Ich würde mir aber nie anmassen, grössenwahnsinnig werden zu dürfen. Aber solchen selbstbeweihräucherischen Dilettanten wie Dir gegenüber, die auch noch Stolz darauf sind die einzige Wahrheit im Universum zu kennen, da muss man echt arrogant werden ;-)

EDIT: Nach etwas Recherche weiss ich was bei Dir los ist, und dass Du Dich sogar in puristischen Analog- Foren mit Leuten anlegst. War meine Intuition also nicht ganz daneben. Warum machst Du nicht Deine Arbeit und verkaufst schön brav Deine bipolaren Bilder,
und lässt den Rest der Welt so fotografieren wie er will?

fibbo
Zuletzt geändert von fibbo am Di Mai 27, 2008 11:13 pm, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitrag von Johnars » Di Mai 27, 2008 9:35 pm

Beuys wirst Du von Sigma gesponsert?
Ich fotografiere auch mit einer Aussenseiter Kamera der Fuji mit Nikon Linsen, weil die Fuji's etwas mehr Kontrast vertragen und bessere Hauttöne liefern, werde mir aber noch diese Woche eine Nikon D300 bestellen, weil ich für meine Hochzeiten auch noch was schnelles will!
Und ein 2. Body ist für mich Pflicht bei Hochzeiten.
Und die Sony R1 ist dann nur noch stille Reserve!

MFG Armin

Wer mit was fotografiert ist doch völlig Wurst Hauptsache man kennt sein Werkzeug und hat es 100% im griff!

Gast

Beitrag von Gast » Di Jun 10, 2008 12:08 pm

Hallo,

von Sigma gesponsert, schön wäre es, so viel wie ich Sigma verteidige müsste ich schon längst die Kompakte als Dank bekommen haben aber darum geht es nicht, was ich verteidige ist meine eigene Lebensphilosophie, eine von mir selbst schöpferisch kreierte Sichtweise die in der Fotografie durch Sigma seinen Ausdruck findet. Um diese Lebenshaltung zu Bewahren aber auch zu Verändern und zu Überdenken ist jede Anstrengung und Mühe gerechtfertigt, es geht letztlich um das eigene Leben.

Mache keine Hochzeits- und Eventfotografie oder ähnliche Dienstleistungen, sondern Portraits und Sozialstudien aber hauptsächlich großformatige Fotos für Ausstellungen mit künstlerischem Ausdruck, abstrakte Fotografie, morbide Themen usw., läuft gut.

Genau, zwei Bodys sind Pflicht bei Auftragsarbeit, das sagen Dokumentar- und Pressefotografen auch. Es könnte im alles entscheidenden Moment die Technik versagen, dann ist die Chance des Lebens verpasst, was wäre das für ein Jammer.
Kann mir bei künstlerischer Arbeit kaum passieren, habe die Bilder 'in mir drin' und wann ich sie nach außen projiziere und mit der Kamera aufnehme hängt vom Wetter, vom Licht und ansonsten nur von mir selbst ab.

gruß beuys

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