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Warum können "Profis" (oft) nicht fotografieren ?

Bildgestaltung, Locations und alle kreativen Aspekte der Fotografie

Moderator: ft-team

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silkebur
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Beitrag von silkebur » Fr Sep 28, 2012 9:51 am

Das finde ich eigentlich schon in Ordnung, dass Hobbyfotografen, die sich als Profis ausgeben, Probleme mit Profis bekommen, die sich davon angestoßen fühlen. Ich würde es sogar befürworten, wenn dieses Handeln juristische Konsequenzen zur Folge hätte.

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"gutes" Beispiel

Beitrag von Reportage-Team » Mo Nov 05, 2012 3:57 pm

das passt zum Thema:
(Link wurde entfernt)

Liebe Grüße
Reportageteam

Mietstudio48
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Beitrag von Mietstudio48 » Sa Nov 10, 2012 1:48 am

Hallo!

Ich finde das ist genau so eine Frage wie:

Warum schmeckt mir das Essen von einem Sterne-Koch nicht?

Der Koch kann noch so toll kochen, technisch perfekt sein und nur die
besten Zutaten nehmen und trotzdem schmeckt es mir nicht.

Beim Fotografieren das Gleiche...tolle Location, tolles Model oder Motiv, Technik nur vom Feinsten...und trotzdem wirkt das Bild auf mich einfach nicht

Ist wie immer alles Geschmackssache und sehr subjektiv.

So werden halt einige Profis umjubelt und die anderen machen lebenslang Hochzeitsfotos :o)

Gruß
Sanne

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Johnars
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Beitrag von Johnars » Sa Nov 10, 2012 2:38 pm

So werden halt einige Profis umjubelt und die anderen machen lebenslang Hochzeitsfotos )

Gruß
Sanne
Ich kenne aber einige Hochzeitsspezialisten, die verdienen damit so viel Kohle, dass du vermutlich blass würdest vor Neid und die machen das Weltweit!

Das finde ich eigentlich schon in Ordnung, dass Hobbyfotografen, die sich als Profis ausgeben, Probleme mit Profis bekommen, die sich davon angestoßen fühlen. Ich würde es sogar befürworten, wenn dieses Handeln juristische Konsequenzen zur Folge hätte.
In der Schweiz war der Beruf des Fotografen Gottlob nie ein geschützter Titel und das finde ich auch richtig so!
Für mich ist jeder ein Profi der seine Kohle mit der Fotografie verdient, ob mit oder ohne Meisterbrief interessiert heute niemand mehr, ausser paar wenige die den Status Quo erhalten möchten!
Wer einen Job einem schlechten Hobby Knipser und oder Profi überlässt und ich sage bewusst einem schlechten, der ist selber Schuld!

Meine 2 cts. Armin

Mietstudio48
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Beitrag von Mietstudio48 » Mo Nov 12, 2012 1:21 am

Johnars hat geschrieben:
So werden halt einige Profis umjubelt und die anderen machen lebenslang Hochzeitsfotos )

Gruß
Sanne
Ich kenne aber einige Hochzeitsspezialisten, die verdienen damit so viel Kohle, dass du vermutlich blass würdest vor Neid und die machen das Weltweit!


Hallo!

Das war auch überhaupt nicht negativ gemeint.

Neid ist mir gänzlich unbekannt...jeder soll für gute Arbeit gutes
Geld verdienen :D

Gruß
Sanne

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fotoart
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Beitrag von fotoart » Fr Dez 14, 2012 2:25 pm

Einer der bei viel Umsatz blass wird vor Neid ist vor allem ein Kaufmann und weniger ein Fotograf.
Einer der Hochzeiten fotografiert um Kohle zu machen ist eine arme Sau.
Ein guter kreativer Fotograf verdient so viel, dass die Firma läuft und der Unterhalt für die Familie gesichert ist, mehr nicht,
die Hauptenergie geht in die schöpferische Arbeit Bilder zu kreieren, sie werden dann veröffentlicht und die Energie kommt um ein vielfaches zurück.
So ist der Fotograf mit seinem Alltag zufrieden, wozu berühmt sein, viel Geld verdienen und kaum noch Ruhe haben.
Eine Ausnahme ist Andreas Gursky, er ist die Nummer 1, verdient viel Geld mit seinen Kunstwerken und wirkt auf mich, als wenn er die Ruhe weg hat dabei.
Seine montierten Bildinhalte wirken wie sachliche Antworten auf die vielen chaotischen Fragen des Daseins, seine fotografische großflächige Arbeit
wandelt das Schmerz erzeugende Chaos in eine wohltuende Harmonie.
So ist es möglich die Ruhe zu wahren und gleichzeitig als Nummer 1 voran zu schreiten in das unbekannte Gebiet voller Risiko.

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Beitrag von Johnars » Sa Dez 15, 2012 12:51 am

Einer der Hochzeiten fotografiert um Kohle zu machen ist eine arme Sau.


Wenn er dabei auch noch seinen Spass hat und solche soll es wirklich geben, ist er eher ein glücklicher Fotograf der dazu noch viel Kohle damit verdient;--)))
Das eine muss das andere nicht ausschliessen.
Und schliess nicht immer von dir und deinem Seelenschmerz auf andere!

Gruss Armin

botten
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Beitrag von botten » Do Dez 20, 2012 2:58 pm

Aus meiner Zeit als Pressefotograf weiß ich, dass halt häufig extreme Vorgaben gemacht werden, die mit guter Fotografie nichts zu tun hatten. Fotos mussten einen Zweck erfüllen, da bleibt das eigene Talent oft auf der Strecke...

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fotoart
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Beitrag von fotoart » Di Dez 25, 2012 1:55 pm

Bei kommerziellen Fotos, das heißt der Auftraggeber zahlt, geht es nicht anders, die Wünsche des Geldgebers werden erfüllt, das ist ja das Armselige.
Wenn natürlich einer mit Kamera keine eigene Phantasie hat dann freut er sich über die genauen Vorgaben und das Geld was er dafür bekommt.
Mache es im kommerziellen Bereich genau so um etwas zu verdienen aber der Sinn des Lebens erfüllt sich im kreativen Ausdruck des Seelenschmerzes.
Das wird dann künstlerische Fotografie genannt und kommt in die Kunstausstellung, ergibt sich dort ein Verkauf wird es richtig teuer.

Fotograf Manuel Wilke
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Fotograf muss nicht kreativ sein.

Beitrag von Fotograf Manuel Wilke » Fr Feb 08, 2013 7:13 pm

Das ist meiner Meinung nach ein echt schwieriges Thema, aber total interessant!
Ich lese gerade ein Buch in dem das auch Thema ist, es heißt "Biete Visionen" da sind auch interessant Ansätze hierzu drinnen.
Ich bin gerade dabei mich als Quereinsteiger selbstständig zu machen. Gelernt habe ich Marketingkommunikation und hatte zwar auch ein Jahr Fotografie in der Schule aber nichts was einer Fotografen Ausbildung gleichkommt. Ich Bilde mich selbst mit Büchern, Workshops und Mentoren weiter.

Aber allgemein glaube ich es ist nicht unbedingt notwendig das alle fotografen kreativ sind. Wenn ein Fotograf einfach nur Bewerbungsbilder oder Reportagebilder macht braucht er nicht sehr viel kreativen Geist dabei. Fürher war Fotografieren mehr eine Technische Herausforderung die erstmal bewältigt werden musste bevor die Kreativät kam. Mir ist eben auch aufgefallen das gerade viele einfache Dorf und Hoffotografen nicht die großen kreativen sind und werbetechnisch (wie Website) nicht Just in Time sind. Aber ich glaube das müssen sie auch nicht, dafür gibt es dann wieder andere die aber auch andere Kunden haben oder einfach unkommerziell etwas ausleben möchten. Oder?

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Johnars
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Beitrag von Johnars » Sa Feb 09, 2013 2:17 am

Und nicht jeder Fotografen Stil muss jedem gefallen, Gott sei dank gibt es auch da unterschiedliche Wahrnehmungen!

Ich kann es natürlich auch sehr locker sehen, denn ich muss keine Kohle mehr verdienen mit der Fotografie, also kann meine HP auch mal veraltet sein!
Eigentlich hatte ich in einer meiner Ferienwochen im letzten Jahr, vor mein HP update zu machen, aber bei einem Wiederholungskunden, der von sich aus die Gage von 800 auf 1000 Euro am Tag für Architektur erhöht hat, habe ich das fotografieren dem HP Design den Vorrang gegeben!
Habe aber im letzten Jahr mit ca. 7 Tagen Architektur 3 Tagen Werbung allgemein, so nebenher bei 1000 Euro am Tag nicht schlecht mein Hobby amortisiert und so macht es für mich dann auch wirklich Spass.
Und es ist schön, der Kunde hat mich schon wieder für eine knappe Woche im Mai gebucht!
Und dann gibt es Leute die meinen nur ihre Art und Weise des Sehens sei die richtige, nun auch die werden in ein paar Jahren etwas ruhiger werden oder noch ganz durchknallen!

Wünsche allzeit gut Licht, Armin

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Beitrag von neobeluga » Mi Mär 13, 2013 10:55 pm

Aus meiner Zeit als Pressefotograf weiß ich, dass halt häufig extreme Vorgaben gemacht werden, die mit guter Fotografie nichts zu tun hatten. Fotos mussten einen Zweck erfüllen, da bleibt das eigene Talent oft auf der Strecke...
Stimmt nicht ganz. Um richtig (Link wurde entfernt) zu machen brauchst du zu all deinem erlernten Wissen einfach eine grosse Portion Talent. Vorallem als Pressefotograf müsstest mit etwas Talent ohne Probleme gute Bilder machen können. Im Reportagebereicht zählt allein der Moment. Momente sind nicht innerhalb einer Sekunde da. Wenn Du Talent hast, dann kannst du Momente vorausahnen. Mit Talent spürst du wie sich ein Moment Aufbaut. Du solltest dich dann einfach nicht schämen mit der Kamera vor dem Auge 2 Minuten aus zu harren, bis du den Moment perfekt triffst.

Gute Pressbilder sind meistens von talentierten Fotografen gemacht worden, die den Moment treffen. :)

Es braucht auch Talent eine Situation im dreidimensionalem Raum zu analysieren und zu erkennen von wo aus das Bild am meisten aussagen wird.

Dann braucht es Talent primäre Momente und sekundäre Momente zu erkennen. Z.b schaut sich das (Link wurde entfernt) glücklich an und im Hintergrund schläft ein Mädchen am Boden oder so etwas ähnliches. Solche primäre und sekundäre Momente kombiniert in einem Bild bei dem alles perfekt passt setzen Talent voraus das man nicht erlernen kann.

Technisch kann man alles lernen. Die Blende und die Verschlusszeit einstellen. Den Blitz an der richtigen Stelle positionieren. Aber damit ist das Bild noch nicht gemacht. Man hat erst die Vorraussetzungen dafür geschaffen ein gutes Foto zu machen.

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