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Spiegel oder Spiegellose? Was ist besser?

Allgemeine Fragen rund um die Digitalfotografie.

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Farbenwunder
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Spiegel oder Spiegellose? Was ist besser?

Beitrag von Farbenwunder » Fr Jan 27, 2012 2:05 pm

Hallo zusammen, habe wieder eine Denksportaufgabe für euch.
Ich frage mich: Was ist besser- Spiegel oder Spiegellose Kamera und warum?

Ich fand Einträge, die dieses Thema vor einem Jahr diskutierten. Leider mit keinem eindeutigen Ergebnis.

Wie ist es heute, was sind eure Erfahrungen der Vor- und Nachteile?
Ich freue mich auf eure Antwort!

Gruß

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Cano
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Beitrag von Cano » Fr Jan 27, 2012 2:28 pm

(Link wurde entfernt)

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Farbenwunder
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Beitrag von Farbenwunder » Fr Jan 27, 2012 5:20 pm

Der Link ist ganz gut, jedoch für mich nicht immer ganz einleuchtend. Was sagen eigentlich die Hersteller? Sie müssen doch letztendlich begründen, warum sie auf einmal auch spiegellose Systemkameras anbieten...
Oder alles Humbug und Verkaufsstrategie?

Edelknipser
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Beitrag von Edelknipser » Fr Jan 27, 2012 9:00 pm

Hallo,

ob spiegellos oder nicht muss jeder für sich entscheiden. Das entscheiden auch die fotografischen Vorlieben.

Für eine immer dabei Kamera ist es aufgrund der Baugröße der Kamera und Objektive sicher nicht schlecht.
Aber Objekte freistellen funktioniert wegen der kleinen Brennweiten z.B. dann nur noch per Bildbearbeitung.
Für Makro sind die kurzen Brennweiten natürlich eher von Vorteil.
Mir persönlich ist auch ein "normaler Sucher" lieber. Besonders wenn man manuell scharfstellt.
Und spätestens wenn Du mal durch eine Profi Canon oder Nikon oder auch eine Analogkamera mit gutem Sucher schaust schmeißt Du deinen Elektrosucher weg. Von der Größe und Gewicht der Kamera jetzt mal abgesehen. Das kann und will sich aber natürlich nicht jeder leisten.
Beim Sucher muss ich leider auch Abstriche machen. Aber vielleicht kommt ja mal eine brauchbare Amateurkamera.
Was mich auch abhält ist dass die Systeme in unserer kurzlebigen Zeit vermutlich wieder vom Markt verschwinden werden. Besonders Sony und Olympus machen das ja immer wieder vor.
Was mache ich in 10 oder 20 Jahren. Bei Pentax, Nikon oder Canon gibt's auch dann noch einen riesigen Gebrauchtmarkt. Nicht jeder kauft sich schließlich jedes Jahr eine neue Kamera als Wechselsystem. Die Hersteller würdens ja begrüßen.

Gruß

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Farbenwunder
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Beitrag von Farbenwunder » Sa Jan 28, 2012 10:19 am

Wie kommst du darauf das eine Spiegellose keine große Brennweite haben kann? Du kannst doch jede beliebige Brennweite davorbauen...?
Und das mit dem Sucher ist auch so eine Sache... heute früh war ich an einem Fuchsbau und da waren die Lichtverhältnisse erstmal sehr schlecht, trotzdem konnte ich durch den Sucher alles deutlich erkennen, sogar fast noch besser als mit dem bloßen Auge, denn die Kamera hellt das Bild etwas auf. Auch das manuelle Scharfstellen klappte sehr gut durch den elektronischen Sucher.
Was sind jetzt also die wirklichen Vor und Nachteile...?
Es kann doch wohl nicht sein, dass es nur am beliebten Spiegelklappern liegt, dass mir ohnehin nur den Fuchs verscheuchen würde ....??????

Toast mit Gurken
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Beitrag von Toast mit Gurken » Sa Jan 28, 2012 5:49 pm

Meiner Erfahrung nach wird bei diesem Thema von beiden Seiten mit quasi-religiösen Argumenten mächtig auf den brennenden Busch geklopft. Hinterher lässt sich von dem gesagten meist wenig objektiv und/oder empirisch beweisen.

Mal ein paar Fakten wie ich sie sehe:
  • Spiegellose Kameras sind im allgemeinen in ihrer Bauform deutlich kleiner als SLRs und ermöglichen - je nach Sensorgröße - auch kleinere Objektive. Das kann ein Faktor sein, denn die beste Kamera ist die, die man auch dabei hat.
  • Das die Tiefenschärfe mit kleinerem Sensor größer wird stimmt. Doch kann man z.B. bei Micro Four Thirds noch ganz gut freistellen, entsprechend lichtstarkes Glas mit längeren Brennweiten vorrausgesetzt (die aber auch vorhanden sind). Das kann man z.B. bei Pixel Peeper überprüfen. Sony verbaut in den Kameras der NEX-Baureihe sogar APS-C Sensoren, also die gleiche Größe, die auch bei Einsteiger-DSLRs verbaut wird.
  • Systemkameras gibt es mittlerweile mit Optischen und elektronischen Suchern. Was einem besser gefällt ist letztlich Geschmackssache. Einen Vorteil haben elektronische Sucher allerdings: Man sieht genau das, was der Sensor sieht und zwar wie es der Sensor sieht.
  • Gegenüber den Canon oder Nikon DSLRs ist die Objektivauswahl noch recht eingeschränkt. Es lässt sich natürlich Altglas adaptieren, aber das ist eine andere Diskussion.
  • Autofokus: Hier sind DSLRs immer noch besser, der Abstand verringert sich allerdings (siehe z.B. die E-PL3).
  • In Low-Light Situationen haben die größeren Sensoren auch noch die Nase vorne. Mich würde allerdings mal ein Vergleich einer DSLR der vorletzten Generation (z.B. EOS 450D) und einer aktuellen Systemkamera interessiert.
  • Unauffälligkeit: Systemkameras sehen für den unbedarften Beobachter oft nach beliebiger Billigknipse aus oder (im Falle der Retro-Modelle) nach uralter Analog-Kamera. Für unauffälliges Fotografieren auf der Straße ist das ein eindeutiger Vorteil.
  • Verarbeitung wird oft als Nachteil der kleinen Spiegellosen angesprochen. Wirklich nachvollziehen kann ich das allerdings nicht, die NEX-5N oder die Oly E-PL3 finde ich durchaus auf einem Level wenn nicht sogar besser als viele Einsteiger DSLRs. Das sind natürlich aber auch keine Billigheimer, bzw. teils auch teuer als kleine DSLRs.
Mehr fällt mir erst mal nicht ein. Mein Blickwinkel ist an der Stelle aber auch parteiisch, da ich gerade vor der Anschaffung einer EVIL stehe, wahrscheinlich aber als Ergänzung meiner DSLR.

:twisted:

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Beitrag von Farbenwunder » Sa Jan 28, 2012 7:34 pm

Nenene, wir müssen darauf achten, dass wir den Vergleich nicht durch zu stark abweichende Bauarten verzerren, sonst wird die Liste der Vor und Nachteile zu lang und ist wenig prüfbar.
Wir sollten schon von gleich großen Modellen und Sensoren ausgehen. Je größer der Sensor, desto besser, ich denke dass kann man allgemein feststellen.
Mich interessieren auch nicht so nebensächliche Nachteile wie z.B. Gewicht, Größe ect. Am wichtigsten ist doch die Bildqualität, die Objektivkompatibilität, Schnelligkeit.

Der erste Nachteil des Spiegels ist doch die Schnelligkeit.
Der zweite Nachteil, Auslöseverschleiß. Oder Reparaturanfälligkeit. ( Was nicht ist, kann auch nicht kaputt gehen)

Also als Vorteil ist mir bisher nur die natürliche Schärfe im Sucher bekannt. Ist das alles? Wer weíß nochwas?

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Beitrag von Cano » Sa Jan 28, 2012 9:47 pm

Farbenwunder hat geschrieben: Es kann doch wohl nicht sein, dass es nur am beliebten Spiegelklappern liegt, [...]??????
Ich möchte es nicht missen.
Im übrigen hantiere ich lieber mit größeren Kameras.

Gast

Beitrag von Gast » So Jan 29, 2012 7:19 am

Also ich denke auch man kann es mit Vernunft eher nicht erklären, die "ohne Spiegel" und auch die ganz kleinen können heute schon fast alles was ne Grosse auch kann , mit dem Freistellen bei Offenblende haut´s bei den "Micro four thirds" noch nicht so ganz hin und auch nen "richtigen" Sucher hat da bisher nur die Leica M9 aber in der Bildqualität sind zumindest die etwas besseren Kleinen aber 100 % die spiegellosen Systemkameras auf Augenhöhe mit einer DSR im klassischen Stil .

Ich mag von der Haptik und dem "Feeling" her aber auch lieber die DSLR mit ihrem Klapperspiegel und wede das auch beibehalten.

Im April setzt Canon ja nochmal einen drauf mit einer Kompaktkamera namens Canon PowerShot G1 X , intern schon "DSLR Killer" genannt, und auch im spiegellosen Systemkamerabereich werden die Karten schon neu gemischt . Auf Dauer werden sich die Klapperkameras wohl zu einer Enthusiastennische entwickeln denke ich den technisch ist der Spiegel überholt .

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Beitrag von Farbenwunder » So Jan 29, 2012 9:08 am

Ok, also kann ich festhalten: bei gleichgroßem Gehäuse und gleich großen Sensoren herrscht eine Pattstellung zwischen beiden, denn die mit Spiegel hat einen schärfer auflösenden Sucher, während die ohne Spiegel dafür scnellere Serienbilder schießt.
Eigentlich enttäuschend, ich dachte die Unterschiede wären größer.

Gast

Beitrag von Gast » So Jan 29, 2012 10:02 am

Da es keine "Eierlegenden Wollmilchsau" gibt kann man das nicht so einfach pauschalisieren . Jede Kamera - und jedes System hat seine Stärken- und Schwächen , die Technik des Klappspiegels wird halt bald so überholt sein wie ein Vergaser im Auto , um mal den Vergleich zu haben . Der Markt verlangt halt auch hier "Kleine Kompakte mit viel Komfort" und die Industrie wird das bedienen .

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Beitrag von Farbenwunder » So Jan 29, 2012 12:51 pm

Aber ich habe es schon richtig verstanden, dass man die Objektive von Spiegelsystemen nicht für die ohne Spiegel verwenden kann oder?
Das wäre dann allerdings ein rieeesen Nachteil der Spiegellosen, denn der Gebrauchtmarkt derer mit Spiegel ist ja riesig und an einem Objektiv kann ja nicht viel kaputt gehen, wenn man es nicht gerade von 5m höhe in den Sand schmeißt...

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Beitrag von gunch » So Jan 29, 2012 12:59 pm

Nee, an die SLT's von Sony passen auch die Objektive für die DSLR. Bei der NEX siehts anders aus.

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Beitrag von Cano » So Jan 29, 2012 1:02 pm

Farbenwunder hat geschrieben:Aber ich habe es schon richtig verstanden, dass man die Objektive von Spiegelsystemen nicht für die ohne Spiegel verwenden kann oder?
Bei der Nikon 1 dürfte man die für DSLRs konzipierten Objektive verwenden können. Es wird jedenfalls ein Objektivadapter angeboten (zu einem Preis, für den man sich eine passable Kompaktknipse kaufen kann).

Gast

Beitrag von Gast » So Jan 29, 2012 1:05 pm

Nee, an die SLT's von Sony passen auch die Objektive für die DSLR. Bei der NEX siehts anders aus.
Passen tun die alten AF Objektive von Sony an die SLT´s schon, ABER nicht alle funktionieren da auch richtig ! Sollte ich mir z.B. eine A 65 kaufen muss mein bisher an der Sony Alpha 700 betriebenens Sigma 70-200 f2,8 HSM für die neue Kamera bei Sigma upgedated werden , DAS wiederum ist bei altem Minolta Glas NICHT möglich . also auch DAS kann man so pauschal nicht sagen .

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