Spiegelreflexsuche

Allgemeine Fragen rund um die Digitalfotografie.

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Jünni
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Spiegelreflexsuche

Beitrag von Jünni » Di Feb 04, 2014 8:30 am

bitte mal einen guten Tipp. Suche eine DLSR an der Qualitätsgrenze zum Vollformat. Sollte sehr gute Fotos erstellen , wenn möglich mit Allroundobjektiv, was es wohl nicht gibt. ich meine so 18-135 o.ä.
Erfahrungen sind da für mich wichtig, bisher habe ich Lumix FZ 150 . Auch nicht schlecht, aber in punkto Fotos bei wenig Licht nur mager.
Danke für jede Antwort , Canon und Nikon sind meine Favoriten.

KaoTai

Re: Spiegelreflexsuche

Beitrag von KaoTai » Di Feb 04, 2014 12:48 pm

Jünni hat geschrieben:bitte mal einen guten Tipp. Suche eine DLSR an der Qualitätsgrenze zum Vollformat. Sollte sehr gute Fotos erstellen , wenn möglich mit Allroundobjektiv, was es wohl nicht gibt. ich meine so 18-135 o.ä.
Das Canon EF-S 18-135mm scheint nicht so schlecht zu sein, das Canon EF-S 15-85mm dürfte - auch in Anbetracht des Preises - ziemlich gut sein:
(Link wurde entfernt)

Dazu eine EOS 600D oder 700D - das sollte schon ein deutlicher Qualitätsschritt gegenüber der Lumix FZ-150 sein.

Egal ob Du das 15-85 oder das 18-135 nimmst, Du wirst weniger Zoom haben, als du es von der FZ-150 gewohnt bist.
Wenn Du so viel Zoom wirklich brauchst, solltest Du entweder noch ein Tele-Zoom dazu kaufen, oder dir statt der oben genannten Objektive doch eher ein Universalzoom wie das Tamron 18-270 ansehen.

Den größten Qualitätssprung bei schwachem Licht würdest Du wohl durch den Einsatz eines Stativs erzielen.

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Beitrag von heribert stahl » Do Feb 06, 2014 2:36 pm

Die DSLRs sind alle gut und deutlich naeher an einer Kleinbildkamera als an Bridge- oder Kompaktkameras. Die Bildqualitaet bestimmen die Objektive, der Fotograf und das Licht und kaum die Kamera. Durch extreme Zoomobjektive und Nichtbenutzung des RAW-Formats verschenkt man allerdings viel von der moeglichen Qualitaet.
Uebrigens wollen Viele, die mal eine Pentax DSLR in der Hand hatten, von ihren ehemaligen Favoriten Canon und Nikon nix mehr wissen ;-)

Die gleiche Bildqualitaet wie die DSLRs bekommt man heute aber auch mit Systemkameras ohne Klappspiegel wie die Sony Alpha und NEX, Samsung NX, Fuji X oder auch Olympus OM und PEN.

Du solltest Dir mal alle anschauen, auch mal durchschauen und durch die Menues spielen und dann Bauch und Haende entscheiden lassen.

Gruß
Heribert

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Beitrag von nick1 » Mi Feb 19, 2014 7:07 pm

heribert stahl hat geschrieben:Die DSLRs sind alle gut und deutlich naeher an einer Kleinbildkamera als an Bridge- oder Kompaktkameras. Die Bildqualitaet bestimmen die Objektive, der Fotograf und das Licht und kaum die Kamera. Durch extreme Zoomobjektive und Nichtbenutzung des RAW-Formats verschenkt man allerdings viel von der moeglichen Qualitaet.
Uebrigens wollen Viele, die mal eine Pentax DSLR in der Hand hatten, von ihren ehemaligen Favoriten Canon und Nikon nix mehr wissen ;-)

Die gleiche Bildqualitaet wie die DSLRs bekommt man heute aber auch mit Systemkameras ohne Klappspiegel wie die Sony Alpha und NEX, Samsung NX, Fuji X oder auch Olympus OM und PEN.

Du solltest Dir mal alle anschauen, auch mal durchschauen und durch die Menues spielen und dann Bauch und Haende entscheiden lassen.

Gruß
Heribert
Warum ist nutzung von RAW so wichtig? Ich weiss das die Files unformatiert so sind, aber ist die unterschied so groß?

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Beitrag von heribert stahl » Do Feb 20, 2014 2:01 am

Im RAW kann man verlustfrei jede moegliche Farbtemperatur fuer den Weißabgleich waehlen.
Im RAW sind um ein Vielfaches mehr an Informationen gespeichert, die bei Farbverlaeufen wichtig sein koennen.
Nur mit RAW kann man den bestmoeglichen Dynamikbereich abspeichern. Das kann bei kritischen Motiven ueber Topfoto oder Papierkorb entscheiden.
Man muss ja das RAW nicht nehmen, wenn man z.B. JPG+RAW abspeichert und das Motiv ist unkritisch (perfekt belichtet und mit niedrigem Kontrast).

Gruß
Heribert

KaoTai

Beitrag von KaoTai » Do Feb 20, 2014 9:51 am

nick1 hat geschrieben: Warum ist nutzung von RAW so wichtig? Ich weiss das die Files unformatiert so sind, aber ist die unterschied so groß?
Jein.

Wenn Du "normal" fotografierst, d.h. ohne RAW, dann erzeugt die Kamera intern erst ein RAW-Bild, macht dann aber eine Bildverarbeitung (Weißabgleich, Schärfung, usw.) gemäß ihrer eingebauten Software und deiner Einstellungen und speichert zuletzt das Bild im allgemein verständlichen JPEG-Format ab.

Bei RAW-Fotografie übergehst Du die Verarbeitung in der Kamera und speicherst die unverarbeiteten Sensor-Daten auf der Speicherkarte.
So eine RAW-Datei kannst Du aber weder ins Web stellen noch zum Ausdrucken geben und nur die wenigsten Programme können sie überhaupt anzeigen.
Du musst also am Computer die RAW-Dateien erst einmal in ein allgemein verständliches Format wie JPEG umwandeln - sonst nutzen sie dir nichts.
Dabei kannst Du sehr viele Einstellungen vornehmen (Weißabgleich, Schärfung, Objektivkorrektur, Tonwertkorrektur, usw.).

Grundsätzlich könntest Du das auch nachträglich mit den JPEGs machen, die aus der Kamera kommen, aber RAW gibt dir hier einen deutlich größeren Bearbeitungsspielraum.

Sinnvoll ist das aber nur, wenn Du dir die Zeit nimmst, die Bilder vor der "Verwendung" von der Kamera auf den Computer zu ziehen und dort gemäß deinen Vorstellungen umzuwandeln.
Und wenn Du glaubst, dass Du für diese Umwandlung bessere Einstellungen wählen würdest, als es die eingebaute Bildverarbeitung der Kamera gekonnt hätte.


Wenn Du fertige Bilder aus der Kamera brauchst, dann ist RAW ganz falsch!

Mikes
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Beitrag von Mikes » Fr Feb 21, 2014 3:05 pm

KaoTai hat geschrieben:[...]
Bei RAW-Fotografie übergehst Du die Verarbeitung in der Kamera und speicherst die unverarbeiteten Sensor-Daten auf der Speicherkarte.
So eine RAW-Datei kannst Du aber weder ins Web stellen noch zum Ausdrucken geben und nur die wenigsten Programme können sie überhaupt anzeigen.
Du musst also am Computer die RAW-Dateien erst einmal in ein allgemein verständliches Format wie JPEG umwandeln - sonst nutzen sie dir nichts.
Dabei kannst Du sehr viele Einstellungen vornehmen (Weißabgleich, Schärfung, Objektivkorrektur, Tonwertkorrektur, usw.).

Grundsätzlich könntest Du das auch nachträglich mit den JPEGs machen, die aus der Kamera kommen, aber RAW gibt dir hier einen deutlich größeren Bearbeitungsspielraum.

Sinnvoll ist das aber nur, wenn Du dir die Zeit nimmst, die Bilder vor der "Verwendung" von der Kamera auf den Computer zu ziehen und dort gemäß deinen Vorstellungen umzuwandeln.
Und wenn Du glaubst, dass Du für diese Umwandlung bessere Einstellungen wählen würdest, als es die eingebaute Bildverarbeitung der Kamera gekonnt hätte.


Wenn Du fertige Bilder aus der Kamera brauchst, dann ist RAW ganz falsch!
Super Erklärung auf für mich als Laie. In sachen Fotografie stellt iPhoto auch RAW-Bilder dar (was ich vorher nicht wusste)
"Ja, RAW-Bilddaten werden tatsächlich verwendet und der einzigartige Verarbeitungsprozesses hilft bei der Vereinfachung des RAW-Arbeitsflusses für alle diejenigen, die keine Zeit haben, sich zum Fotoexperten ausbilden zu lassen. Wenn Sie das erste Mal ein RAW-Bild im Hauptfenster von iPhoto verwenden, wird die RAW-Kennung am unteren Rand des Fensters angezeigt."
KaoTai, arbeitest du mit solchen RAW-Dateien?

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Beitrag von heribert stahl » Fr Feb 21, 2014 4:21 pm

Es hoert sich (nicht nur) hier immer so an, als waeren RAW Dateien total arbeitsintensiv und man muesste studiert haben um sie zu verarbeiten. Tatsaechlich ist es oft nur 1 Klick, wenn man mit Belichtung und Farbtemperatur schon zufrieden ist. Dann hat man ein TIFF mit großer Farbtiefe (12-16BIT anstatt 8Bit). Ein weiterer Klick und man hat ein ganz normales JPG. Das dauert vielleicht 5-10Sec. Nur wenn man etwas verbessern will, dauert es etwas laenger. Dafuer hat man aber wesentlich mehr Moeglichkeiten und spart sich dadurch die "Vergewaltigung der JPGs".

Gruß
Heribert

KaoTai

Beitrag von KaoTai » Fr Feb 21, 2014 6:06 pm

Mikes hat geschrieben:KaoTai, arbeitest du mit solchen RAW-Dateien?
Ja, natürlich.

Ich muss trotzdem Heribert etwas widersprechen:

In diesem Forum tummeln sich viele Leute, die sich dann wundern, dass sie ihre 16-Bit-Tiffs nicht hier ins Forum hochladen können.

Leute, die dann nichts mit ihren Bildern anfangen können, wenn ihre Speicherkarte voller RAWs an der Printstation im Drogeriemarkt nicht gelesen wird.
(Das kann einem übrigens mit komprimierten TIFFs auch passieren, wenn dazu ein patentiertes Verfahren verwendet wird.)

Leute, die sich wundern, wenn ihre E-Mails mit "nur 20 Bildern" darin, vom Mailserver des Empfängers zurückkommen.

Solchen Leute meine ich, wenn ich empfehle schon in der Kamera JPEGs aufzunehmen.

(Ein 16-Bit-Tiff ist mindestens 10x so groß, wie ein JPEG ohne sichtbaren Unterschied und mindestens 100x so groß, wie ein JPEG für die Darstellung am Bildschirm oder im Web.)


Außerdem gibt es nicht das RAW-Format.

Es gibt dutzende RAW-Formate, denn fast jede Kamera hat ihr eigenes RAW-Format.
Wenn eine Software das RAW-Format der einen Kamera lesen kann, dann ist noch lange nicht sicher, dass sie auch das RAW-Format der anderen Kamera versteht.
Insbesondere bei ganz neuen Kamera-Modellen und etwas älterer Software kann es hier Probleme geben.

Solchen Ärger hat man mit JPEG nicht.

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Beitrag von heribert stahl » Fr Feb 21, 2014 6:46 pm

Ja Kao Tai, aber die allermeisten Kameras lassen die parallele Speicherung von RAW+JPG zu. Und das sollte man dann auch nutzen. :!:

Jünni
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Beitrag von Jünni » Do Feb 27, 2014 3:42 pm

Danke für die vielen Tipps, habe mich innerlich für die 600 D entschieden und quäle euch Kenner der Technik mit noch einer Frage:
Was ist für mich besser an Objektiven.
1. 18 - 55
2. 18-55 und 55 - 200
3. 18 - 135 oder
4. mein Favorit von einem Nutzer empfohlen 15 - 85
Hauptsächlich werden Fotos von Natur , meinen Enkeln und Familienfeiern gemacht.
Und wenn Ihr einmal beim denken seid , welcher Blitz paßt dazu, sollte eigenständig erkennen wie stark er sich zuschalten muß.

Ich erwarte eure Erkenntnis, hat was für mich.
Danke sagt der Jünni.!!!

KaoTai

Beitrag von KaoTai » Do Feb 27, 2014 6:42 pm

Jünni hat geschrieben: Was ist für mich besser an Objektiven.
1. 18 - 55
2. 18-55 und 55 - 200
3. 18 - 135 oder
4. mein Favorit von einem Nutzer empfohlen 15 - 85
Hauptsächlich werden Fotos von Natur , meinen Enkeln und Familienfeiern gemacht.
Und wenn Ihr einmal beim denken seid , welcher Blitz paßt dazu, sollte eigenständig erkennen wie stark er sich zuschalten muß.
Wenn Du bei einem einzigen Objektiv bleiben willst, dann kommt von den genannten höchstens das 18-135er in Frage, alle anderen sind im Telebereich deutlich zu kurz.

Andererseits ist das 18-55er im Set mit der Kamera ziemlich günstig.
Du könntest also auch erst einmal nur mit dem anfangen. Dann siehst Du ja, ob Du längere Brennweiten brauchst.

Das gleiche würde ich bzgl. Blitzlicht empfehlen - probier es erst einmal mit dem eingebauten Blitz der Kamera. Wenn der nicht reicht, kannst Du ja mit höheren ISO-Zahlen arbeiten.

Der eingebaute Blitz ist auf jeden Fall voll in die Belichtungssteuerung der Kamera integriert.
Das gilt auch für die Canon Speedlights zum Aufstecken.
In welchem Umfang das auch für die Aufsteck-Blitze von Metz, Nissin, etc. gilt, weiß ich nicht - ich vermute aber schon. (TTL-Steuerung der Blitzleistung sollte auch bei Fremdherstellern seit 20 Jahren kein Problem mehr sein.)
Was das Blitzlicht angeht, musst Du abwägen zwischen Leistungsstärke und Gewicht/Handlichkeit.
Kommt auf deine speziellen Anwendungen an.

Meine Erfahrung ist:
Wenn Du ihn nur zum Aufhellen benötigst, genügt meistens ein schwächerer Aufsteckblitz auch.
Ein Aufsteckblitz als alleinige Lichtquelle mag zwar hell sein, sieht aber meistens fürchterlich "geblitzt" aus.
Die schönsten Fotos gelingen mir ohne Blitz.

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