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Wie war der Umstieg von Analog auf Digital?

Allgemeine Fragen rund um die Digitalfotografie.

Moderator: ft-team

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Werner_B.

Beitrag von Werner_B. » Mi Nov 16, 2005 10:05 am

:shock:
Zuletzt geändert von Werner_B. am Sa Nov 28, 2009 11:12 am, insgesamt 1-mal geändert.

Werner_B.

Beitrag von Werner_B. » Mi Nov 16, 2005 11:00 am

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Andreas Schäfer
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Beitrag von Andreas Schäfer » Mo Dez 05, 2005 2:33 pm

Ich war erstmal total enttäuscht.
Ich habe vorher analog S/W fotografiert, die Bilder selbst entwickelt. Das war immer ziemlich aufwändig und Zeitintensiv.
Dann habe ich eine Internett-Community entdeckt und angefangen, meine Bilder zu scannen. Der Scanner war billig und saulangsam, auch war ich mit den ergebnissen nicht zufrieden, also überlegt: Teuren Scanner kaufen, oder meine 2 Analog-Bodies zu verkaufen und mir eine vernünftige Digi-SLR und einen "kleinen" Analog-Bodie zu kaufen. Das habe ich dann getan.

Da ich schon sehr lange fotografiere, und schon immer von einer 1er EOS geträumt habe, seit ich die erste EOS-1 damals, als ich während meines Studiums im Fotoladen jobbte, in den Händen hielt, habge ich also Nägel mit Köpfen gemacht. Alles verpulvert, was ich nicht mehr dringend brauchte und eine 1D-MKII gekauft.

Als ich die ersten Bilder sah, dachte ich, die Kamera sei kaputt. Irgendwie nicht richtig scharf, ich hatte den Anspruch, die Bilder müssten mich in Schärfe und Brillianz komplett vom Hocker hauen. Dann fing ich an, mich zu informieren, und musste feststellen, das ich nun keine analoge Laborarbeit mehr hatte, sondern digitale, die erstmal viel mehr Zeit verschlang, da ich das erst lernen musste.
Mittlerweile fotografiere ich in RAW, weiß, wie ich die Bilder halbwegs bearbeiten muß, und kriege Ergebnisse, die mich zufriedenstellen.

Das war ein langer steiniger Weg, zudem ich mit der digitalen erstmal drauflosgeknipst habe wie ein Geisteskranker. Früher bin ich mit 5 S/W-Filmen und 5 Diafilmen in Urlaub gefahren, die Dias haben eh keine Arbeit gemacht, dann die besten Bilder im LAbor auf 30x40 und gut. Aus meinem ersten Urlaub mit der Digi kam ich mit 700 Bildern wieder, alle in RAW. Nach dem Aussortieren und weglöschen blieben dann noch etwa 400 Bilder übrig. 400!!!! Alle im RAW-Format, also mussten alle erstmal grundlebgend bearbeitet werden. Vom automatischen Workflow keine Ahnung. Ich war so verzweifelt, dass ich gkleich nochmal 200 Bilder gelöscht habe. :shock:

Jetzt überlege ich wieder, bevor ich den Auslöser betätige, mache weniger Bilder und die wichtigste Entscheidung ist, nicht auf den Auslöser zu drücken, wenn ich nicht wirklich vom Motiv überzeugt bin. so wie früher halt.

Aber meine 33V bleibt trotzdem, und manchmal lege ich einen S/W Film ein, fotografiere was und verkrieche mich ins kleine Labor im Keller, das ist durch die digitale Fotografie nicht zu ersetzen.
LG
Andreas

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t0X1c
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Beitrag von t0X1c » Mo Dez 05, 2005 2:43 pm

warum überlegst du dich wieder zu begrenzen bei den bildern???

mach doch einfach so viel wie geht und sortier hinterher aus, ist doch nicht so schlimm... kostet doch nichts

manchmal hat man auch einen glücksschuss von dem man garnicht gedacht hatte, dass es was wird ;)
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mschugowski
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Beitrag von mschugowski » Mo Dez 12, 2005 4:10 pm

Hallo,

bis jetzt war mein Digitalweg mehr als Steinig.

Ich möchte vorneweg mal zwei sachen noch nennen:
Digitalfotografie ist billig : Das halte auch ich für ein Gerücht. Gute DIGICAMS kosten das vierfache von Analogen Kameras, Objektivtechnisch sind sie auch teuer. Dann kommt Software/Computer etc ...

DIA Projektor: Das ist für mich ein heftiges Problem, ich interessiere mich für Unterwasserfotografie (bin Taucher) und habe vor 7 Jahren angefangen DIA Filme mit unterwasser zunehmen und stellte danach fest: GENIAL ! Nichts kann ein Unterwasserdia per Diaprojektor auf eine Leinwand geworfen ersetzen, man ist förmlich drinnen im Meer.

So jetzt zu meinem Weg: Also früher habe ich immer mit kompakten Kameras fotografiert, vor 7-8 Jahren muss es gewesen sein da kaufte ich mir eine Canon EOS 300, mitlerweile habe ich die ergänzt um ein weiteres Objektiv, einen exterenen Blitz (LZ 42), Unterwasserpack, Filter, Gegenlichtblenden. Alles zusammen habe ich vieleicht 1400 EUR ausgegeben.
Vor drei Jahren begannen wir mit unserem Hausum/ausbau, zur Fotodokumentierung suchte ich nach einer einfachen kleinen Digicam. Da ich nicht bei Aldi kaufen wollte, holte ich mir eine Nikon Coolpix 2000 und war nach den ersten 10 Fotos entsetzt. Natürlich kann man damit fotografieren und zur Fotodoku unseres Baus war es ausreichend. Parallel schleppte ich sie in den Urlaub mit und stellte fest: So wird das nichts. a) das Objektiv ist zu lichtot, b) ohne externen Blitz geht bei mir garnix.
Nun habe ich lange hin und her überlegt, doch bevor ich komplett auf Digital SLR umsteige und mich ärgere, habe ich einen zwischenschritt gemacht, ich habe mir jetzt eine Canon Powershot G5 bei eBay letzte Woche ersteigert, da kann ich meinen Blitz noch anschließen, zur not noch ein Weitwinkel etc vorsetzen und sollte erstmal ähnliche Möglichkeiten wie mit meiner Analogen haben.

Das Problem DIA Projektor hat sich bei mir im Rahmen des Baus gelöst, da ich vorsorglich Nägel mit Köpfen gemacht habe. In unserem Wohnzimmer ist eine Leinwand in der Decke eingelassen (elektrisch) und an der anderen Wand hängt ein Digitalprojektor , das ganze mit einem Surundsystem dient mir als Heimkino und DIA Projektor ersatz. Allerdings kommt der Projektor definitiv nicht an die Qualität eines DIA Projektors ran.

Wie sich das weiterentwickelt wird sich noch zeigen, im Februar mach ich mich in den Winterurlaub auf und möchte dann eigentlich nur die G5 mitnehmen, schauen wir mal.

Für die G5 habe ich mich entschieden, aufgrund des guten Objektives, ich denke 3,4 oder 5 Mio Pixel ist wurscht, das drumherum ist entscheident. Ich habe hier einen DIN A4 Ausdruck der 2Mio Pixel Coolpix an der Wand hängen und das ist in Ordnung. Viel wichtiger ist mir das Objektiv, denn je stärke das ist, umso seltener braucht man den Blitz, denn eine 1/20 Sec halte ich nicht verwacklungsfrei :-(

Etwas zum Blitz: Als Taucher ist das extrem wichtig, da ab 3m Wassertiefe die farben kaputt gehen. Und in Räumen bzw. Innen blitze ich immer indirekt, ich habe nämlich was gegen Rote augen und Bleichgesichter.

Bezüglich Digitaler SLR: Das ist für mich ein wenig nach hintengerückt. Bei der Unterwasserfotografie stört mich derzeit, das man mit der Taucherbrille vorm Kopf nicht so leicht duch den Sucher schauen kann. Leider kann man bei den Digitalen SLRs den LCD Monitor nicht als Sucher nutzen wie es bei den Kompakten wie der G5 möglich ist. Insofern hoffe ich das die G5 mich jetzt endgültig ins Digital Zeitalter bringt und dieses Problem unterwasser ausräumt.

Gruß Mario
P.S.: Vieleicht komm ich jetzt öfter :-)

Holger
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Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen...

Beitrag von Holger » Di Dez 27, 2005 2:56 pm

Mit ist es gegangen wie einigen meiner Vorgänger in diesem Thema: Umstieg ja, aber mit Ernüchterung. Und ich habe bis heute noch nicht den Komplett-Umsteig vollzogen, wenn auch 95% meiner Bilder jetzt digital entstehen. Ein Rest Kleinbild und Mittelformat, hauptsächlich s/w, bleibt, und nicht nur aus emotionalen Gründen, sondern ganz einfach wegen der Wirkung.

Das Erste, was ich feststellen musste, war, dass der Zeitaufwand für sehr gute Bilder ziemlich gleich ist, egal ob analog oder digital. Klar, jpeg einstellen, knipsen und ab zum Drucker oder Labor, das macht natürlich weniger Arbeit (oder zumindest weniger Kosten, wenn man nur die "guten" Bilder schickt). Die Ergebnisse daraus stellten mich jedoch überhaupt nicht zufrieden.

Also: Digital Ixus den Kindern geben, F100 verkaufen und D70 kaufen. Mit RAW sah das Ergebnis dann bald ganz anders aus. Aber nach was für Frustrationen! Ich habe das Glück, beruflich bedingt schon eine ganz brauchbare EDV-Ausrüstung zu besitzen, so dass wenigstens PC-Leistung, Speicherkapazität und Drucker vorhanden waren, andernfalls hätte ich wahrscheinlich in dieser Phase aufgegeben und angesichts der dann notwendigen Infrastrukturkosten weiter s/w analog betrieben.

So musste ich "nur" ein brauchbares Ergebnis aus den RAW-Dateien hinbringen, und das hat ähnlich lang gedauert wie meine s/w-Lernphase. Natürlich nimmt ein Computer Berechnungen vor, die wir mathematisch noch nicht einmal genau nachvollziehen können. Aber genau betrachtet können wir ja auch das Fixieren nicht "manuell" selber machen, das ist Chemie, die da wirkt, von der wir abhängig sind, und was die Brühe im Detail im Film tut, können wir genau so wenig beeinflussen wir die bikubische Berechnung von Photoshop. Dabei hat Photoshop einen grossen Vorteil: das Negativ lässt sich kopieren, und jeder Schritt ist reversibel! Und das war wohl auch der Punkt, der mich hartnäckig bleiben liess, bis ich anfing, mit den Ergebnissen einigermassen zufrieden sein zu können.

Sehr geholfen hat mir dabei übrigens das Buch "Die Digitale Dunkelkammer" von Bettina und Uwe Steinmüller.

Ich denke, dass es hier im Forum wie überall Vertreter jedes Bereichs gibt: Menschen, die ihre Fotos vom Labor um die Ecke machen lassen und statt Film jetzt Dateien abliefern, Menschen, die mehr zahlen und das Fachlabor beauftragen, mit Film wie mit Dateien, und schliesslich die Selbermacher mit mehr oder weniger hohen Ansprüchen, beauftragt oder zum eigenen Vergnügen. In allen Fällen dürfte nach meiner Einschätzung in unserem Aufwand kein grosser Unterschied zwischen vorher / nachher, analog / digital bestehen: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wer Filme bisher einfach im Laden abgeliefert hat, liefert jetzt Datenträger ab. Wer lange gelernt und geübt hat, um im Labor selber das perfekte Ergebnis zu erzielen, muss das auch wieder tun, um in der neuen Art Labor zu einem ähnlichen Ergebnis zu kommen.

Film hat nach wie vor seine Berechtigung. So, wie die Malerei von der Fotografie keineswegs ausgelöscht wurde, genau so wird sich nach meiner Auffassung die Filmbasierte Fotografie langsam auf den künstlerischen Bereich und einige spezielle Anforderungen (extreme Kälte / Hitze, Batterieunabhängigkeit) zurückziehen, dort aber erhalten bleiben. Und ein Grossformatnegativ dürfte immer noch kaum zu schlagen sein.

Am Ende muss ich sagen, dass ich mit dem Umstieg auf Digital zwar eine wesentlich grössere Hürde nehmen musste, als mir das zuvor bewusst war, dass auch die Gesamtkosten nicht kleiner geworden sind (Hardware, Software, PlugIns, Tinte, Papier...), sondern eher grösser, dass aber der Freiheitsgrad, den ich Digital habe, beträchtlich grösser geworden ist. Angefangen von der Reversibilität der Prozesse bis hin zur nachträglichen Entscheidung Farbe oder Schwarzweiss, von der Verwendung der Bilder für Web-Darstellungen bis hin zu grossen Ausstellungsformaten.

Fazit: keine Euphorie, aber doch Vorteile für Digital. ABER: hart zu erarbeiten, teuer zu bezahlen, da gibt's kaum einen Unterschied zum guten alten Film.

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cosendolas
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Beitrag von cosendolas » Mi Jan 04, 2006 1:24 pm

bei mir gab es keinen umstieg von analog auf digital.. es fand eher ein umstieg vom kompakten rauschenden schärfentiefenmonster auf dslr mit 50 1,8 optik statt.. und ich liebe das spiel mit der blende^^
mfg cosendolas

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